Hamburg

Sanierung des denkmalgeschützten Spiegel-Verlagshauses auf der Spiegel-Insel

Projektart
Direktauftrag
Bauherr
Hochtief Projektentwicklung GmbH HTP Nord
Leistungen
LPH 1-5
BGF
19.070 qm (Spiegel-Verlagshaus und IBM-Hochhaus)
Bauzeit
2014
2018
Auszeichnungen
DGNB Zertifikat in Gold 2017
Deutscher Nachhaltigkeitspreis DGNB-Preis „Nachhaltiges Bauen“ 2019,Nominierung Top 3
Anerkennung BDA Hamburg Architekturpreis 2018
Polis Award Intelligente Nachverdichtung,Gewinner

Das 13-geschossige Hochhaus wurde zwischen 1967-69 für den Spiegel-Verlag von Werner Kallmorgen als Pendant zum IBM-Hochhaus erbaut. Das Gebäudeensemble war Ausdruck des neuen städtebaulichen Selbstbewusstseins der Nachkriegszeit und fungierte als optischer Endpunkt des fließenden Raumes der Ost-West-Straße, heute Willy-Brandt-Straße.

Das ehemalige Spiegel-Verlagshaus zeigt seine Tragstruktur aus Sichtbeton - im Gegensatz zur glatten Vorhangfassade des ehemaligen IBM-Hochhauses. Die Glasfassade ist eingerückt, sodass die Tragstruktur aus paarweise angeordneten Stützen und Geschossdecken das äußere Erscheinungsbild bestimmt. Die Innenausstattung des dänischen Designers Verner Panton wurde im Lauf der Jahre vom Verlag sukzessive zurückgebaut. Die bis zum Abriss der Flachbauten erhaltene Spiegel-Kantine wurde dem Museum für Kunst und Gewerbe überantwortet. Teile der Snack-Bar sind in den Neubau auf der Ericus-Spitze integriert worden.

Das Gebäude wurde bis auf den Rohbau zurückgebaut und erhielt neben einer neuen, denkmalgerechten Fassade einen neuen Innenausbau. Das ursprüngliche Erscheinungsbild wurde wiederhergestellt, die Fassade ist natürlich lüftbar (Parallelausstellfenster) und erreicht mit ihren Kennzahlen den Gold-Standard DGNB. Zusammen mit einer ebenfalls von Winking · Froh realisierten Sockelbebauung entstand ein öffentlich zugängliches, urbanes Quartier, welches die Hochhäuser mit einer modernen Einfassung in die Stadt einbindet.