Winking · Froh Architekten diesjährige Gewinner des Polis Award für Intelligente Nachverdichtung
Spiegel Insel Winking Froh

Am 13. August wurde dem Büro Winking · Froh Architekten der Polis Award 2020 in der Kategorie Intelligente Nachverdichtung für das Projekt „Revitalisierung der Spiegel-Insel“ verliehen. Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur und Jury-Vorsitzender, stellte in seiner Laudatio heraus, dass es gelungen sei, an einem „ikonographischen, denkmalgepflegten Standort durch intelligente Nachverdichtung noch einmal eine Verbesserung herbeizuführen“. „An einem traditionsreichen Standort in der Hamburger Innenstadt ist eine denkmalgerechte Sanierung mit behutsamer Ergänzung von neuen Gebäudekörpern entstanden, wo alte Substanz nicht mehr tragbar war.“

Bernhard Winking, der das Büro Winking Froh Architekten 1968 gegründet hat sagt, die Spiegel-Insel sei „eines seiner Lieblingsprojekte“ der letzten Jahre. Bernhard Winking:  „Mit der Revitalisierung der Spiegel-Insel ist es uns gelungen, ein reines Büro-Ensemble der 60er-Jahre mit drei Neubauten in ein offenes, gemischt genutztes Quartier zu transformieren.“ Die beiden Bürohochhäuser von Werner Kallmorgen von 1967 und 1969 wurden denkmalgerecht saniert und mit zeitgemäßer Haustechnik, Brand- und Schallschutz ertüchtigt. Die drei Neubauten nehmen sich gestalterisch durch ihre gleiche Höhe und ihre elegante Fassadensprache zurück. Die stadtbildprägenden Hochhäuser erhielten so einen neuen, verbindenden Sockel, der Speicherstadt und Hafencity mit einem öffentlich zugänglichen Außenraum verbindet. Dem Projektteam gehören neben Frank Weitendorf und Annette Romahn noch Stefan Waselowsky, Jan Krugmann, Sarah Wöltjen, Louise Tusch, Camilla Spennati und Marina Karova an.

Wohnhof am Kummerower Ring in Berlin-Kaulsdorf übergeben

Im März 2020 wurde die Anlage auf dem ehemaligen Schulgrundstück am Kummerower Ring in Marzahn-Hellersdorf fertig gestellt und übergeben. Vier kubische Stadthäuser formen einen offenen Block im Block. Die Erschließung erfolgt über einen grünen Eingangshof. Die Häuser basieren jeweils auf einem gleichen Grundtypen, der durch die windmühlenartige Anordnung leicht in Lage der Balkone und Anordnung der Öffnungen variiert. Das architektonische Vokabular des Ensembles wird aus hellen Putzfassaden mit präzise gesetzten Lochfenstern und Balkonen mit Stahlgeländern auf den Gebäudeecken gebildet. Der Grundriss besteht aus einem System das im Regelgeschoss einen Vierspänner abbildet. Die Wohnräume besetzen die Gebäudeecken, die dazwischen liegenden Schlafräume sind flexibel zu schalten. Auf die einzelnen Baukörper verteilen sich 56 Wohnungen. Das Ensemble schafft preiswerten, teilweise geförderten Wohnraum und ergänzt mit altengerechten Wohnungen den Bestand der Berliner GESOBAU AG.

Erweiterung am Heilwig-Gymnasium in Hamburg-Alsterdorf abgeschlossen

Ende Mai wurde der Erweiterungsbau am Heilwig-Gymnasium in Hamburg-Alsterdorf an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) übergeben. Das Gymnasium wird eine Einfeldhalle und zusätzliche Klassenräume mit Beginn des neuen Schuljahrs in Betrieb nehmen können. Der auf das Jahr 1966 datierende Gebäudebestand geht auf einen Entwurf des Architekten Paul Seitz zurück und steht als Ensemble unter Denkmalschutz.  Im Entwurf war den knapp bemessenen Flächen des Schulhofs Rechnung zu tragen und ein kompakter Baukörper zu entwickeln, der die Nutzungen Sport und Unterricht stapelt. Die neuen Klassenräume sind über einer abgesenkten Turnhalle angeordnet. Formal nimmt der Neubau Elemente aus dem Bestand auf und interpretiert diese neu. Flächige Wandscheiben aus hellem Ziegel wechseln mit Bereichen aus optisch zusammengefassten Fenstern. Der Bezug der Materialien zu dem Bestand schafft somit eine gelungene Verbindung zwischen Alt und Neu.
 

Bremer Überseegärten fertiggestellt

Im Juni erfolgte die Fertigstellung von zwei der insgesamt vier Baufelder am Kommodore-Johnsen-Boulevard in der Bremer Überseestadt. Für insgesamt 35 Millionen Euro entstanden für die Gewoba 87 frei finanzierte und 67 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Zusätzlich wurde eine Tiefgarage sowie das Überseekontor, zwei Bürogebäude mit insgesamt 4.000 Quadratmetern Mietfläche errichtet. Die Bebauung ist Teil unserer Quartierentwicklung für das gesamte Baufeld 10. Es umfasst einen Stadtbaustein aus einem „Guss“ mit 5-geschossigen Häusern entlang der Straßen in Kombination mit dreigeschossigen Zeilen innerhalb des Baufeldes als Neuinterpretation des „Bremer Hauses“. Insgesamt sind 310 Wohneinheiten geplant. Hinzu kommt für das als Mischgebiet konzipierte Quartier pro Baufeld ein Kontorhaus. Die beiden noch im Bau befindlichen Baufelder sollen voraussichtlich im Sommer 2021 bezogen werden.